Edelboden · Gressoney-La-Trinité

Das Haus

Casalpina ist ein Walserhaus in Edelboden. Es steht an einem Ort, der alte Bergkenntnis widerspiegelt: offen zur Aussicht, vom Hang geschützt und eines der letzten Häuser im Tal, die am Abend die Sonne verlieren.

Casalpina
1680
erster Bau
1735
Wiederaufbau und Erweiterung
1900
angrenzender Stall und Heuboden
1980
Aufgabe des Hauses
2024
zeitgenössische Restaurierung
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Entstehung und Wandel

Das Dorf Edelboden wurde von der Familie Welf gegründet, einer alten Walserfamilie, die seit dem Mittelalter hier ansässig ist. Die ältesten Spuren des Hauses reichen bis 1680 zurück. 1688 bestand es aus zwei aneinandergebauten Gebäudeteilen aus Lärchenholz der umliegenden Wälder und Stein aus der Gegend von Lysbalma. 1735 wurde es wiederaufgebaut und erweitert; die Jahreszahl ist noch heute auf dem Firstbalken zu sehen. Um 1900 kamen der angrenzende Stall und der Heuboden hinzu.

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Ein gut gewählter Ort

Seine Lage zeugt von altem Wissen über die Berge. Es ist eines der letzten Häuser im Tal, das am Abend die Sonne verliert, bietet einen freien Blick und wird vom benachbarten Hang geschützt, der es auch vor Lawinen abschirmt.

Visuelle Rekonstruktion des Hauses während einer Bauphase.
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Wie hier gelebt wurde

Früher waren im Erdgeschoss Tiere und Heu untergebracht; in den kältesten Monaten fand dort auch ein großer Teil der bäuerlichen Arbeit statt. Im ersten Stock lebten die Menschen. Weiter oben, im Stadel, befand sich der Spichel, wie der Speicher auf Titsch genannt wurde. Jede Ebene hatte eine klare Aufgabe.

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Von der Stille zur Restaurierung

Um 1980 wurde das Haus aufgegeben. Nach fast fünfzig Jahren kaufte unsere Familie Casalpina und begann 2024 mit einer zeitgenössischen Restaurierung, die seinem Charakter treu bleiben sollte: natürliche Materialien, wiederverwendetes Originalholz, unsichtbare Fußbodenheizung, Bäder aus Cocciopesto und eine moderne Küche aus Edelstahl. Moderner Komfort zog ein, ohne die alte Seele des Hauses zu überdecken.